Jobcoaching im Arbeitsleben

Jobcoaching

Was ist JobcoachingAP?

Jobcoaching ist eine professionelle Unterstützung für Menschen mit Behinderung an ihrem Arbeitsplatz und dient der Inklusion. Es bietet den Menschen mit Behinderung praxisnahes Lernen direkt am Arbeitsplatz, da die Jobcoaches ein bis mehrmals die Woche für einige Stunden in den Betrieb kommen, mitarbeiten, anleiten, aufklären und bei der Kommunikation unterstützen. Um Veränderungen anzustoßen, arbeiten die Jobcoaches praxisnah und lösungsorientiert. Nur so ist es möglich mit allen Beteiligten dauerhafte Lösungen zu finden, die zu einer sicheren und nachhaltigen Teilhabe führen. Die Jobcoaches nehmen immer eine allparteiliche Haltung ein und bieten einen unabhängigen Blick von außen. Aufgrund des Jobcoachings direkt am Arbeitsplatz, sind sie nicht nur für den Menschen mit Behinderung ein gute Unterstützung, sondern auch für das Kollegium und das Unternehmen.

 

 

Wir unterstützen in der betrieblichen Inklusion Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, bzw. Menschen mit Behinderungen und deren Unternehmen bei der Suche nach optimalen Einsatzmöglichkeiten und Arbeitsbedingungen. Zu Beginn definieren wir in der Planungsphase Ressourcen und Fähigkeiten von Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in gleichermaßen. Aus diesen entwickeln sich Ziele und Inhalte, die in ihrer Umsetzung die individuellen Stärken und Bedarfe beider Parteien berücksichtigen. Dieser Prozess wird durch das Jobcoaching bis zur Stabilisierung begleitet. Die Maßnahme findet direkt am Arbeitsplatz statt und wird während der Arbeitszeit durchgeführt.

Hierbei ist der/die Jobcaoch*in in den Arbeitsprozess direkt eingebunden. Im Durchschnitt dauert ein Coaching ca. sechs Monate. Während dieser Zeit besucht der/die Jobcoach*in den Betrieb ein bis zwei Mal in der Woche für jeweils 2 Stunden. Tritt eine Stabilisierung ein, reduzieren sich die Besuche. Während des Maßnahme finden regelmäßig Reflexionsgespräche statt, um das Erreichen der Ziele zu überprüfen und ggf. anzupassen.

Autark arbeitet u.a. eng mit den Integrationsfachdiensten (IFD), Inklusionsbeauftragten der Handwerkskammer (HWK) und Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie Fachstellen für Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben, dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und anderen beteiligten Fachleuten zusammen.

Leitprinzip

Unsere Vorgehensweise

Erstgespräch

  • Situationsanalyse
  • Möglichkeiten und Chancen erörtern
  • Entwicklung eines individuellen Maßnahmenplans mit SMART Zielen und Methodik.

Coaching

  • Am Arbeitsplatz zu verbindlichen Terminen
  • Bearbeitung der Ziele aus der Maßnahmenplanung
  • Individuelle Lösungswege finden
  • Regelmäßige Kontrolle der Zielvereinbarungen
  • Zwischengespräche mit allen am Prozess beteiligten Parteien

Abschlussgespräch und Perspektive

  • Auswertung des Coachings
  • Bewertung des Ergebnisses
  • Abschluss oder Weiterführung, je nach Ergebnis der Auswertung

Inklusion

Ziel der Inklusion

Das Ziel der betrieblichen Inklusion ist immer, im gemeinsamen Einvernehmen mit Arbeitgeber*in und Arbeitnehmer*in, die Arbeitsbedingungen für beide Seiten so zu gestalten und/oder zu verbessern, dass eine gute und zufriedenstellende Arbeitsleistung erreicht wird und somit die Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gesichert ist.

Ziel sind hierbei im Bedarfsfall:

  • kognitive Kompetenzen (Arbeitsplanung, Auffassung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Lernen/Merken, Problemlösen, Umstellung, Vorstellung) 
  • soziale Kompetenzen (Durchsetzung, Führungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Kritikfähigkeit, Kritisierbarkeit, Teamarbeit) 
  • adäquate Arbeitsausführung (Ausdauer, Kritische Kontrolle, Misserfolgstoleranz, Ordnungsbereitschaft, Pünktlichkeit, Selbständigkeit, Sorgfalt, Verantwortung) 
  • psychomotorischen Fähigkeiten (Antrieb, Feinmotorik, Reaktionsgeschwindigkeit) 
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Erweitertes Wissen des Arbeitsumfeldes über die Besonderheiten des Behinderungsbildes